百聞不如一見。/ 百闻不如一见

Mittwoch, 25.07.2012

= Bǎi wén bù rú yí jiàn - Einmal sehen ist besser als hundertmal hören.

Ich habe lange überlegt, was ich zu China geistreiches schreiben soll, doch eigentlich fasst es das Sprichwort oben und dieser kurze Satz komplett zusammen:

Meine Zeit in China werde ich nie vergessen und nie bereuen!

Obwohl es den ein oder anderen Stolperstein in China gegeben hat (sehr viel krank, keine Zugtickets nach Shanghai und Peking, kein Benzin mehr auf der Autobahn etc. etc.) bin ich froh es gemacht zu haben. Wenn etwas schief gelaufen ist, hab ich mir auch immer gedacht „Jetzt hab ich etwas Neues für meinen Blog“ und dann hat man es auch schon wieder mit einem lachenden Auge sehen können Zwinkernd.

Ich habe in China viele neue Leute kennen gelernt und durfte auch die andere Seite von China sehen. Dass ich keine Zugtickets nach Shanghai und Peking mehr bekommen habe, war im Endeffekt sogar das Beste was mir passieren konnte. Nach Shanghai und Peking kann man immer mal wieder… die Chance zu sehen wie die Leute wirklich auf dem Land leben war einmalig!

Auch haben sehr viele regelmäßig meinen Blog gelesen und auch Kommentare dazu geschrieben. Ich hatte weit über 3000 Klicks und wurde unter den 10 meistgelesenen Blogs auf Auslandsblog.de gelistet. Vielen Dank dafür! Besonders auch an die vielen neuen Leute die ich dadurch kennen gelernt habe wie Jasmin, die mein Zimmer übernommen hat, Betti, mit er ich sehr viel unterwegs gewesen bin und auch Karsten, der mir jetzt sogar eine Bachelorarbeit angeboten hat. Ganz zu schweigen auch von meiner Familie und meinen Freunden, die auch immer dabei waren!

Ich hoffe ich konnte Euch ein bisschen an meiner Zeit in China teilhaben lassen.

Ihr seid sooooo toll! Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet!

Mittwoch, 25.07.2012

Auf meine bessere Hälfte bin ich nach dem Zoll erst einmal zugestürzt und hab mich wahnsinnig gefreut ihn wieder zu sehen. Nur irgendwie war sonst keiner da… Hä??? Warum??? Im Auto auf dem Weg nach Hause hab ich dann gleich ein Gelbwurst- und ein Salamibrot vernichtet… hatte ich vorher schon bestellt Lächelnd. Noch nie in meinem Leben hat ein Wurstbrot besser geschmeckt Zwinkernd.

Daheim angekommen sind meine Eltern erst einmal auf mich zu gerannt und ich wurde halb erwürgt… ich hatte sie aber auch sehr vermisst. Unter einem Vorwand wurde ich auch direkt zu unserer Garage geführt wo „surprise surprise“ meine Verwandtschaft und einige Freunde auf mich gewartet haben. Ich hab mich riesig gefreut und trotz Schlafmangel war ich diejenige, die es am längsten ausgehalten hat xlooolx. Ein riesen Dankeschön an meine Mama und Hannes, die das Ganze organisiert hatten.

Sonntagmittag wurde dann auch gleich einmal gegrillt… ich hatte ja das gute Wetter von China mitgebracht Zunge raus. Gegen Abend hat es dann irgendwann gehupt und ich schau so aus dem Gartentor wo ich einen Sprinter mit Gerüstanhänger sehe. Auf dem Gerüstanhänger saßen dann meine Nüdlinger und Gefäller auf einer Biertischgarnitur und der Grill war auch schon angeschmissen… ich  hab mich soooooooo gefreut!

Danke nachmal an alle die das organisiert haben, bzw. dabei waren… ich fands echt klasse!

Ab nach Hause ;-)

Mittwoch, 25.07.2012

Mein Flug ging ja am Samstag um 13 Uhr Ortszeit in Hong Kong und (Gott sei Dank) noch rechtzeitig, bevor der Taifun „Vicente“ Hong Kong erreicht hatte. Ansonsten wär ich wohl jetzt noch in China.

Da ich mir nicht sicher war, ob ich es am Samstag von Guangzhou rechtzeitig bis 13 Uhr zum Flughafen schaffe, hatte ich schon im Vorfeld ein Busticket für Freitag gekauft und auch ein Hostel für Freitag auf Samstag gebucht. Als ich dann am Donnerstag mein Gepäck zusammen gepackt hatte, kam in mir aber irgendwie das unwillkürliche Gefühl auf, dass ich das NIE alleine zum Flughafen schaffe. Mein Gepäck hatte am Ende nämlich 87 Kilo (3x23 Kilo mit meinen Koffern und nochmals 16 Kilo Handgepäck) und war logisch auch noch schwerer als ich. Optimist wie ich bin, hab ich aber noch nicht die Flinte ins Korn geschmissen sondern dachte  mir „Ich schaff das“.

Mhhh, nachdem ich es aber ohne Hilfe meiner vier koreanischen Mädels fast nicht zur Busstation geschafft hätte, hab ich dann doch ganz schnell mein Busticket von „Downtown“ auf Flughafen umgeändert. Eine einzige Stufe hätte mir ja schon den Rest gegeben und bis zum Hostel wär ich höchstwahrscheinlich gar nicht erst gekommen. Als Konsequenz hieß das aber auch, dass ich 18 Stunden auf dem Hong Kong’er Flughafen ausharren musste.

An der Busstation hab ich dann versucht meine Sachen alleine im Gepäckabteil unter den Sitzen zu verstauen und obwohl ich den Busfahrer auf Chinesisch um Hilfe gebeten hatte, hat er mir deutlich zu verstehen gegeben, dass dies meine Aufgabe ist -> Hilfsbereitschaft gleich Null.

In Hong Kong angekommen musste ich dann umsteigen, wusste aber nicht wohin. An der Busstation hat mich dann aber eine chinesische Frau (mit der ich mich an der Busstation kurz auf Chinesisch unterhalten hatte) abgefangen und mich zum richtigen Minibus geführt. Total lieb… ;-)… und nach dem unfreundlichen Busfahrer aber auch nötig!

Der Minibus war sehr komfortabel und wir sind dann im Bus sitzend über die Grenze gefahren. Fast so, wie es von den Grenzkontrollen in den Osten von Europa von früher her noch kenne. Der einzige Unterschied bestand darin, dass mir so eine Fiebermesspistole an die Stirn gehalten wurde um zu checken, ob ich nicht krank bin.

Am Flughafen angekommen hab ich mir dann als erstes einen Gepäckwagen geschnappt und danach waren die 87 Kilo kein Problem mehr. Da es über 50 Euro gekostet hätte meine Koffer für 18 Stunden aufzugeben, hab ich mich kurzerhand dazu entschlossen… wachbleiben und auf meine Sachen aufpassen.

Ich hab mir also meine Jogginghose und einen Pulli angezogen sowie meine Brille aufgesetzt und hab es mir dann auf einem Sitz gemütlich gemacht und meine Füße auf meine Koffer „hoch“ gelegt. Dadurch, dass ich meinen Laptop, 3 Handy-Akkus, meinen E-reader und meinen DS dabei hatte, hatte ich auch Entertainment „on mass“. Um 9 Uhr am Samstagmorgen jedoch (nach 33 Stunden auf den Beinen) hatte ich wirklich Probleme meine Augen offen zu halten und die Minuten wollten nicht mehr vergehen , also bin ich mit meinen Gepäcktrolly ein bisschen rumgefahren und hab den Rest dann auch noch überlebt Zwinkernd.

Im Flugzeug angekommen dacht ich mir nur „nie wieder Lufthansa“ denn ich saß das zweite Mal wie in einer Sardinenbüchse. In diesem Fall hatten die Sitze nicht einmal einen Bildschirm auf dem man sich Filme oder Entertainment aussuchen konnte, sondern nur einen gemeinsamen Bildschirm der von meinem Sitzplatz auch noch blöd zu sehen war. Der „nette“ afrikanische Herr vor mir hat dann auch 5 Minuten nach Start seinen Sitz nach hinten geklappt und ich hatte dann schon leichte Klaustrophobieanfälle! Zum Glück saßen neben mir zwei nette neuseeländische ältere Damen mit denen ich mich unterhalten konnte und wir haben sogar zusammen noch ein englisches Kreuzworträtsel  gelöst Lachend.

Bei der Landung hatte ich wieder einige Minuten auf dem linken Ohr starke Schmerzen. Die haben jedoch dann irgendwann abrupt aufgehört weil mir (wer hätte es gedacht)… mein Trommelfell wieder mal eingerissen ist. Danach habe ich aber das erste Mal in meinem Leben eine Landung gesehen (halte mir ja sonst meine Ohren und könnt nach meiner Mami schreien vor Schmerzen).

Am Boden angekommen hab ich dann mein Gepäck auch sofort gefunden und habe gebetet, „lass mich bitte nicht in eine Zollkontrolle kommen“. Ich hatte zwar meines Wissens nach nichts dabei, was zu einer Strafe geführt hätte, aber so 100%-ig sicher war ich mir da auf keinen Fall. Glücklicherweise wurden dann direkt ein chinesisches Pärchen vor mir herausgezogen *puhhh*.

Chinas andere Seite... Country Side

Montag, 16.07.2012

Das Ziel unserer ganzen Fahrerei war Serenas Tante, eine Farmerin, auf dem Land zu besuchen. Sie wohnt in etwa 50 Kilometer von der Stadt Kaiping entfernt. Ich hatte Serena gebeten, ob Sie mir auch die "andere" Seite von China zeigen könnte, weil ich ja bisher hier nur in Millionenstädten gewesen bin.

Serena hat mir dann im Laufe des Wochenendes auch ihre Familiengeschichte erzählt. Vor der Revolution in China war ihre Familie nämlich sehr wohlhabend. Bei den Enteignungen 1949–1953, hat ihre Familie aber alles verloren und war auf der Flucht. Ihre Tante heiratete dann einen Farmer um dem Ganzen zu entkommen.

Bei Serenas Tante angekommen wurde uns als allererstes mal das Land von ihr gezeigt. Ich habe gesehen, wie Reis und Erdnüsse angebaut, getrocknet und behandelt werden. Auch in das Haus von Serenas Tante wurden wir eingeladen. Hier wieder ein paar Bilder:

Da wir schon groß zu Mittag gegessen hatten und es ja fast 40 Grad hatte, hatte ich nicht viel Hunger. Ich sollte aber wirklich alles probieren, was uns Serenas Tante aufgetischt hatte. Sorry, dass ich sie immer nur Serenas Tante nenne, doch ich habe Serena nach dem Namen gefragt und sie meinte, sie weiß ihn nicht einmal, weil man hier in China seine Tante z.B. mit 6. Tante anspricht, was hier so viel heißt wie dass sie das 6. Kind ihrer Großeltern war.

Unter anderem habe ich auch ein Dessert gegessen, das aus Erdnüssen und Reis hergestellt wurde. Die Konsistenz war mehr als komisch, aber man konnte es essen.

Nachdem ich nach der Ansicht von "6. Tante" aber nicht genug gegessen habe, wurde Serena gleich einmal gefragt warum, da ich ja nicht so aussehe, als könnte ich von dem bisschen Essen schon voll sein... mhhh... das war wohl das 3. Mal, dass mich ältere Menschen auf mein Gewicht angesprochen haben Überrascht... ja ich weiß selbst, dass ich ein paar Kilos zu viel habe Zwinkernd.

Besonders "cool" fand ich aber die Kuh von "6. Tante". Die war nämlich erst draußen Sonnenbaden und danach im See um sich abzukühlen. Wenn man ihr zu nahe gekommen ist, hat sie einem aber erst einmal gezeigt wer hier der Boss ist. Auf die Kuh war Serenas Tante aber sehr sehr stolz. Sie haben auch nur eine einzige.

Nach dem Essen sind wir dann zu einem alten Dorf gefahren. Hier stehen viele Diaolou herum und weil Wikipedia das mal wieder besser erklärt als ich zitiere ich mal wieder:

"Kaiping ist innerhalb Chinas für die architektonisch einzigartigen Diaolou (碉楼, diāolóu) bekannt. Diaolou sind befestigte, meist fünfgeschossige Häuser, die in den ländlichen Regionen sowohl als Wohnhäuser wie auch als Verteidigungsanlagen genutzt wurden. Die ältesten Diaolou wurden ab dem Ende des 19. Jahrhundert als Reaktion auf die Kriegswirren rund um den Taiping-Aufstand errichtet.

Diese Häuser, von denen noch 1.833 Exemplare erhalten sind, kombinieren auf recht skurrile Art und Weise westliche und chinesische Architektur. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Chinesen, die ihre Heimat vorübergehend verlassen hatten und mit dem im Ausland verdienten Geld in und um Kaiping später Häuser bauten, Stilelemente aus ihren Gastländern mitbrachten. So finden sich in vielen der Diaolou Barock- oder gar Jugendstil-Elemente oder auch Themen aus dem arabischen Kulturraum. Die Diaolou sind seit 2001 unter Denkmalschutz und stehen seit 2007 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbe."

Wie man auf den Bildern schon sehen kann, war es schon fast dunkel und wir sind deshalb zum Apartment von Serenas Cousin gefahren. Ich muss zugeben, dass ich wirklich froh war nicht auf dem Land übernachten zu müssen. Nicht das mich ein hartes Bett oder einfache sanitäre Anlagen für eine Nacht gestört hatten, doch die Moskitos dort hätten mir den Rest gegeben!

Im Apartment von Serenas Cousin hab ich aber sehr gut und moskitofrei geschlafen.

Am Sonntagmorgen ging es natürlich wieder zum traditionellen Frühstück das ich mal so gar nicht mag... ich kann mich nur wiederholen, dass Fleisch mit Knochen und Knorpeln nicht mein Fall sind und schon gar nicht zum Frühstück! Ich hab brav mein mianbao gegessen und wurde wieder von Serenas Tante und deren Freundin beäugt, da ich ja bei meinem Gewicht mehr essen müsste...

Der nächste Stopp unserer Tour war dann der "Li-Garden". Hier konnte man wieder die Diaolou und einen Park bewundern.

Serenas Tante hat übrigens Serena, Jerry und auch mich vollkommen abgezogen. Während wir alle drei die Stufen schon hochgekeucht sind, hat sie erst richtig losgelegt. Die Frau ist bereits 70 und könnte meiner Meinung nach beim Hong Kong Marathon mitlaufen... WAHNSINN!

Und weil ich es mir nicht verkneifen kann dieses Bild:

Die Übersetzungen mancher Schilder sind einfach nur zum Schießen.

Wieder zurück im Dorf haben wir dann im einzigen Restaurant dort gegessen. Sagen wir mal die Tischmanieren der Leute waren noch ein wenig mehr gewöhnungsbedürftiger als die von den Städtern, aber das Essen dafür Besser^^.

Zum Abschied habe ich von Serenas Tante noch einen von den roten Umschlägen bekommen, die hier Kinder zum chinesischen Neujahr oder zu besonderen Anlässen bekommen. Ich fand das so lieb!!

Danach mussten wir uns auch schon wieder verabschieden und ich wurde zur Busstation gefahren. Leider musste ich auch auf ungewisse Zeit Serena Lebewohl sagen. Aber da sie ja jetzt für eine Münchner Firma arbeitet glaub ich ganz fest daran, dass wir uns wieder sehen!

Wie ruft man den ADAC in China?!

Montag, 16.07.2012

Ich hatte ja schon beim Mieten des Autos ein mulmiges Gefühl, da weder Jerry noch Serena besonders viel Fahrpraxis haben. Doch musste es sich unbedingt bestätigen?! In etwa nach einer Stunde fahren hörte ich (ich war bis dahin in meinem Ereader vertieft), wie Jerry auf Chinesisch sagte, dass es wohl irgendein Problem gäbe und er fuhr rechts ran.

Inzwischen hatte es draußen schon fast 40 Grad und wir standen in der prallen Sonne ohne Klimaanlage.

Jerry hat dann Serena aufgeweckt und die beiden waren am Schauen was das Problem sein könnte. Das Auto wollte nicht starten und die Klimaanlage ging auch nicht! Mein allererster Gedanke war... kein Sprit ....ich schau also auf die Tankanzeige und TADAAAAAAA.... wir hatten keinen einzigen Tropfen Benzin mehr im Tank... wie kann einem denn sowas passieren?! Zunge raus

Nachdem ich ja schon von Anfang an ein mulmiges Gefühl hatte, hätte ich da aber auch selbst dran denken können und schon beim Losfahren mich selbst versichern müssen wie die Tankanzeige steht... mhhh... naja^^.

Ich hab also erst einmal Jerry erklären müssen, warum das Auto nicht mehr fährt. Er war aber von meiner Erklärung nicht besonders überzeugt xloooolx. Jerry hatte wirklich kein einziges Mal auf die Tankanzeige geschaut und die war nicht nur auf null sondern hatte auch noch rot geleuchtet Zwinkernd.

Jerry hat dann die Autovermietung angerufen und denen berichtet, dass das Auto wohl kaputt wäre... meine "wir haben kein Benzin mehr Erklärung" hat er da immer noch nicht geglaubt.

Wir wussten das jemand kommen sollte, doch weder woher, wie lange das dauert und wie teuer das wohl werden wird.

In der Zwischenzeit fanden Serena und ich es aber einfach nur noch zum Schießen, wir hatten einen heiden Spaß und haben uns über unsere eigene Dummheit lustig gemacht... ok... die meisten Witze gingen auf Jerrys Konto, weil er es ja verpeilt hatte LachendLachendLachend

Nach ca. einer halben Stunde (ich war schon total durchgeschwitzt) kam dann ein gelbes Abschleppauto das uns zur nächsten Tankstelle gebracht hat und auch beim Abschleppen konnten Serena und ich uns noch Kugeln vor Lachen.

Es war auf jeden Fall eine "Experience"!!! Zwinkernd

An der Tankstelle angekommen wurden wir dann von allen Leuten (Angestellte sowie Kunden) ausgelacht... Schade um die 300 Yuan... aber Spaß hatten Serena und ich auf jeden Fall! Jerry hingegen hat sich glaube ich zehn Mal dafür bei uns entschuldigt Zwinkernd.

Zhuhai

Montag, 16.07.2012

Am Freitag bin ich mit dem Bus nach Zhuhai gefahren. In den Bus eingestiegen fragte mich dann eine junge Chinesin auf Englisch ob sie sich neben mich setzen darf... klar ... darf sie .

Kurz darauf erzählte Sie mir dann, dass Sie sich mit Absicht zu mir gesetzt hat, weil sie Englischstudentin auf Lehramt ist. Wie so oft bei den Studenten die hier Englisch als Hauptfach studieren, hatte ich jedoch das Gefühl, dass mein Englisch um Welten besser ist. Später hat mir Serena dann auf die Frage "Warum auch Sie besser als die Englischstudenten Englisch spricht" geantwortet, dass diese nur in der Theorie ausgebildet werden und ihnen einfach die Praxis fehlt... was ist denn das für eine Sprachausbildung wenn man nicht spricht?!

Ich wollte eigentlich die Fahrt genießen und richtig schön aus dem Fenster schauen, doch das Mädel hat mich die ganze Zeit zu gequatscht. Das Problem an der Sache? Ihre Aussprache war grausam und ich hab so rein gar nichts verstanden... ich sag nur anitin statt anything .

Da ich wohl nicht so gesprächig war, wie sie es sich erhofft hatte, ging sie zu Plan B aller Chinesen über... SCHLAFEN... Zunge raus

Was soll ich sagen... fast zwei Stunden hat sie auf meiner Schulter gelegen xlolx... da sie nicht schwer war, hat es mich nicht unbedingt gestört, aber ein Bild musste ich dann doch einmal machen Zwinkernd.

 

In Zhuhai angekommen hat Jerry (Serenas Freund) mich dann abgeholt, weil Serena noch mit ihrem (deutschen) Chef und ihren Kollegen bei einem Geschäftsessen war. Jerry hat mir richtig leidgetan. Serena war nämlich bis 23 Uhr nicht zu Hause und er hat mich 4 Stunden „entertainen“ müssen. Da sein Englisch nicht das Beste ist (aber schon viel besser als letzte Woche... er taut auf) war es wohl für ihn sehr anstrengend.

Als erstes haben wir einen Stopp im Mc Donald gemacht. Dort hab ich dann erst einmal ein Big Mac Menü vernichtet. Wobei die Pommes hier in China echt grausam schmecken! Danach sind wir durch eine Art Einkaufsstraße zum Meer gelaufen. Jerry hat mir dann erzählt, dass wenn man hier als Mann alleine herumläuft einem Karten mit Telefonnummern in die Hand gedrückt werden und wenn man(n) die dann anruft, wird man(n) zum nächsten Zimmer mit einer Prostituierten geführt.

Am Meer angekommen sind wir dann an der Strandpromenade entlang gelaufen. Da es schon dunkel war, konnte man von hier schön die Wolkenkratzer von Macau und Zhuhai sehen.

 

Irgendwie hat sich das aber nicht so richtig angefühlt, ich weiß es klingt jetzt blöd, aber irgendwie wie ein Date ... wenn man Abends zu zweit im Dunkeln an der Strandpromenade entlang läuft ... und deshalb war ich ganz dankbar, als wir mit dem Bus zu Jerrys und Serenas Wohnung zurück gefahren sind. Natürlich war es kein Date und Jerry liebt seine Serena wirklich abgöttisch! Ich sag nur er trägt wirklich alles für sie durch die Gegend, stellt sich mit uns in der Grenzschlange von Macau an um ihr in der Hitze eine Stunde lang den Sonnenschirm zu halten und bevor er etwas auf seinen Teller tut, schiebt er erst einmal etwas auf ihren Teller, damit sie auch wirklich alles hat was sie braucht. Trotzdem war ich dann froh wieder im Bus zu sitzen Zwinkernd.

Er hat sich dann im Bus richtig Mühe gegeben mir alles von der Stadt zu erklären was wir unterwegs gesehen haben. Ich war zu dem Zeitpunkt aber richtig Hundemüde und hab mehr oder weniger dann nur noch genickt xlolx. Als ich dann bei Ihnen zu Hause gleich ins Bett gegangen bin, hat er sich wohl gedacht, er hätte mich gelangweilt, weil Serena mich nächsten Tag gleich darauf angesprochen hat. Hat er aber wirklich nicht! Er hat sich sehr viel Mühe gegeben!

Nach dem Aufstehen sind wir dann am Samstag zur Autovermietung gegangen, weil wir auf die „Country Side“ fahren wollten, und dort natürlich kein Bus oder kein Zug hinfährt. Leider war das Auto, dass sie sich reserviert hatten schon weg und Jerry musste ein Ersatzauto mit Automatikgetriebe nehmen, was ihm gar nicht recht war.

Mulmig war mir beim Fahren natürlich, da ich bestimmt mehr Fahrpraxis habe als beide zusammen, aber mein Führerschein gilt hier ja sowieso nicht und ich hätte deshalb gar nicht fahren können. Bei dem Verkehr bin ich mir auch wirklich nicht sicher ob ich das ohne Unfall geschafft hätte. An die "Verkehrsregeln" hier muss man sich nämlich erst einmal gewöhnen!

Auf dem Weg wollte sich Serena nur noch schnell ein Apartment anschauen. Das "Schnell" hat dann fast 3 Stunden gedauert und es wurden dann vier Apartments daraus. Ist übrigens total witzig wie die hier die Wohnungen verkaufen. Man geht als erstes in ein „Verkaufscenter“ das neben der Wohnanlage extra dafür gebaut wurde. Dort schaut man sich dann im Modell die Hochhäuser an und entscheidet, welches man gerne besichtigen würde. Danach wird man zu kleinen Pavillons gefahren, in denen eine Wohnung voll ausgestattet und möbliert angeschaut werden kann und erst danach geht man auf die Baustelle und schaut sich den richtigen Rohbau an. Als potentielle Kunden wurden wir natürlich auch noch mit einem "Golf-Caddy" zu einem Restaurant unserer Wahl in der Gegend gefahren. Nur zahlen mussten wir dann selbst für das Essen Zwinkernd.

Die Pros und Cons von China

Mittwoch, 11.07.2012

Soooo... meine letzten 10 Tage in China haben soeben angefangen und ich möchte Euch meine persönliche Pro- und Kontraliste natürlich nicht vorenthalten.

Diese entstand übrigens letzte Woche nachdem ich stundenlang in der Bank of China gewartet habe um mein Konto aufzulösen und "surprise surprise" nicht mehr dran kam.

Es handelt sich hier nur meine eigene total subjektive Meinung Zwinkernd

Pros

·         Der Bus innerhalb Guangzhou kostet nur 2 Yuan egal wie weit (0,25 Cent)

·         Beim Essen bekommt man meistens kostenloses Wasser, welches auch sofort nachgeschenkt wird

·         Die U-Bahn von Guangzhou, Shenzhen und auch Hong Kong ist hochmodern und fährt im Minutentakt

·         Das Leben im Dormitory – einfach Klasse… auch wenn ausschlafen hier Luxus ist xlolx

·         Einkaufen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche und zu spottbilligen Preisen

·         Um 8 Uhr aufstehen und dann 5 Minuten in die Uni laufen (Beginn 8:30)

·         Wasserspender… der Wassermann bringt es, nachdem ich ihn angerufen habe, direkt in mein Zimmer und ich muss nichts tragen

·         Moskitozelte die  auch die Matratze mit einschließen und dicht sind

·         Weiße leckere Dove Schokoladenriegel… (warum gibt es diese in China aber nicht in Deutschland?)

·         Essen… ja richtig gehört das Essen, um die Verwirrung aber gleich mal heraus zu nehmen, ich rede hier von den vielen internationalen Restaurants um meine Uni herum und nicht von chinesischer Hausmannskost ;-)

·         Maniküre und Pediküre für 3,50 Euro… da fällt mir ein, da will ich nochmal hin bevor ich gehe ;-)

·         Taxis, die wirklich spottbillig sind! Ich zahle meist zwischen 1,20 und 3,50 Euro

·         Schon ab einer Pizza Pizza bestellen, die dann auch bis zur Zimmertür gebracht wird

·         Ganze Skripte für 50 Cent kopieren

·         Guangzhou Trinkjoghurt… mhhh… lecker…

 

Cons

·         Ich HASSE Moskitos

·         Unfreundliche Chinesen die einen meistens einfach ignorieren wenn man sie anspricht

·         Bank of China: Nummern ziehen, bis zu 2 Stunden warten und dann zig mal Dokumente für eine Kleinigkeit unterschreiben

·         Zugticketverkauf wie Lotteriespiel???

·         Keine Heizungen in Guangzhou (Besonders im Februar wäre diese nützlich gewesen)

·         Im Winter zu kalt und im Sommer zu heiß (letzte Woche waren es 42 Grad in Macau beim Sightseeing)

·         Klimaanlage in der Ubahn ist VIEL zu kalt

·         Anstarren und ungewollte Fotosessions weil man blond ist

·         Gestank in einigen/vielen Straßen

·         Nirgends ist es wirklich richtig sauber!

·         Chinesisches Essen… ich mags halt einfach wirklich nicht! Ich mag keine Knochen im Essen und Hühnerfüße sind auch nicht mein Fall

·         Sonnencremes die über 10 Euro kosten

·         Langsames, eingeschränktes Internet

·         Drängelnde Chinesen in der Ubahn

·         Gestreckter Alkohol der einem einen schrecklichen Tag danach beschert

·         Mobilfunknetz das öfters ausfällt

·         Kakerlaken….ich hab halt wirklich nicht gewusst, dass die auch fliegen können *aaaah*

 

Ein richtiges Resümee kommt aber natürlich noch wenn ich wieder zu Hause bin   Zwinkernd

Macau - Las Vegas des Ostens

Montag, 09.07.2012

Nach dem traditionellen Frühstück sind Serena und ich dann zur Grenze von Macau. Zhuhai und Macau sind nämlich direkt nebeneinander und man kann dort hinlaufen.

An der Grenze habe ich dann erst einmal 200 Yuan umgetauscht. Durch Betti wusste ich, dass ich nicht so viel umtauschen muss (sie hatte damals den Fehler gemacht).

Danach haben wir uns dann in die Menschenmasse eingereiht um über die Grenze zu gehen. Dort waren soooooo viele Menschen. Nachdem es wieder einmal Sonntag war und Sonntag ja alle Chinesen frei haben, hätte man sich keinen "besseren" Tag aussuchen können.

Zwei Stunden später haben wir es doch tatsächlich dann geschafft erst aus und dann wieder einzureisen. Serena hatte wie auch schon zuvor (Festmahl auftischen, Majangraum reservieren, chinesischer Tee) alles komplett durchgeplant, damit ich auch wirklich so viel wie möglich an einem Tag sehen konnte! Ich bin ihr wirklich sehr sehr dankbar. Was ich alleine dieses Wochenende erlebt habe ist wahnsinn!

Wir sind dann als erstes in einen kostenlosen Bus zum Casino "The Venetian" eingestiegen.

Auf dem Weg dorthin konnte ich auch schon das ein oder andere Casino sehen. Hier einmal drei Bilder von Casinos die ich durchs Busfenster "gut" erwischt habe.

Im "The Venetian" angekommen war ich von der ganzen Pracht überwältigt. Serena hat uns dann erst einmal kostenlose Getränke und Kekse besorgt Geld. Ich war ja noch nie in einem Casino und wir sind als erstes gleich einmal in die Spielhalle. Eigentlich war dort ja fotografieren verboten und es wurde auch penibel darauf geachtet... aber ihr kennt mich ja... hier ein paar Bilder Lachend

Danach sind wir einen Stockwerk höher gegangen und dort wurde mir dann auch klar, warum das "The Venetian", "The Venetian" heißt. Ich hatte Venedig aber ein bisschen "schmutziger" in Erinnerung^^.

Ich hatte schon einmal gehört, dass es auch in Las Vegas nachgebaute Hallen gibt die so aussehen als wäre es im Freien, aber es selbst einmal zu sehen war wirklich genial!

Dann ging es wieder mit dem kostenlosen Casinobus weiter. Vom Fenster konnte man auch hier wieder einige schöne Sachen sehen:

Wir sind dann beim Casino "Sands" ausgestiegen und in Richtung "Werft" gelaufen. Hier war u.a. ein großer Palast, ein nachgebauter Vulkan und einiges mehr. Leider war der Palast geschlossen, ansonsten wären wir da natürlich auch noch hinein gegangen.

Als wir dort fertig waren musste ich das erste Mal meinen Geldbeutel zücken. Ich habe umgerechnet 40 Cent für den öffentlichen Bus in die Innenstadt bezahlt Lachend. Dort ausgestiegen hat man gleich einige schöne alte Gebäude gesehen. Macau war ja bis 1999 eine Kolonie der Portugiesen, was das Ganze erklärt Zwinkernd.

Von hier haben wir dann eine Straße zum Wahrzeichen von Macao "die Ruinen von St. Paul" genommen, in der man viele Kekse und getrocknetes Fleisch probieren konnte. Serena hatte mir schon vorher erzählt, dass wir in dieser Straße unser "Dinner" haben werden Lächelnd. Die Kekse waren wirklich gut und nach einiger Überredungskunst von Serena habe ich auch das getrocknete Fleisch probiert. Ich muss sagen, es war wirklich sehr lecker. Hätte ich gar nicht gedacht. Schade dass ich das nicht durch den deutschen Zoll bekomme. Ansonsten hätte ich etwas mit nach Hause genommen.

Das nächste Bild ist dann das Wahrzeichen, "die Ruinen von St. Paul" und einige andere Gebäude die ich noch gesehen habe.

Auf dem Weg zum Bus zurück zur Grenze habe ich dann auch das große goldene "Lotusblüten-Casino" gesehen. Das war wirklich atemberaubend. Wir sind dann auch gleich dort hinein und im Casino selbst hat Serena dann eine Frau angetippt, die (wie hätte es auch anders sein sollen) Serena zwei kostenlose Bustickets zurück zur Grenze in die Hand gedrückt hat... man muss halt nur wissen wie^^.

 Im Bus zurück zur Grenze konnte man dann auch wieder ein paar schöne Casinos sehen.

An der Grenze angekommen haben wir wieder lange (zweieinhalb Stunden) gebraucht, bis wir zurück in Zhuhai waren. Das war wirklich (um es in Bettis Worten auszudrücken) mühsam.

Das Wochenende bei Serena war wirklich toll. Sie hat sich sehr viel Mühe gegeben und ohne sie hätte ich in Macau in der Zeit nicht mal die Hälfte gesehen! Ohne sie hätte ich auch sehr viel mehr Geld gebraucht... ich sag nur gratis Transportation, Getränke und Essen Lachend.

Ich freue mich schon auf nächstes Wochende. Da fahre ich mit Serena und Jerry (Serenas Freund) nach Kaoping Lachend.

Chinesisches Frühstück... die Zweite

Montag, 09.07.2012

Wer sich noch an mein erstes chinesisches Essen erinnern kann (ein Frühstück), wird noch genau wissen, dass ich wirklich Probleme hatte es bei mir zu behalten und ich es trotz großem Hunger nach einer Reise von 24 Stunden liegen gelassen habe.

Gestern hat Serena und ihr Freund mich dann zum traditionellen Morgentee mitgenommen. Im Prinzip aber ein traditonelles Frühstück.

Die Kellner sind mit so kleinen Wägelchen vorbei gekommen und man konnte sich aussuchen was man zu seinem Tee haben wollte. Serena, die von meinem letzten Fiasko wusste (was ich damals gegessen habe ist übrigens ihr Lieblingsessen... bähhh), meinte dann zu mir ich soll mal schauen und mir einfach nehmen, was ich haben wollte.

Ich habe mich dann für Mianbao, eine Art Germknödel und Frühlingsrollen entschieden. Meiner Meinung nach nicht unbedingt frühstückstauglich, aber etwas, was ich gerne esse.

Serena hat dann noch einen Haufen Fleisch (mit Knochen und Knorpel) und Seefrüchte geordert. Zum Frühstück wohl gemerkt... für mich das absolute Grauen!

Ich habe mich einfach an meine Frühlingsrollen und mein Mianbao gehalten Zwinkernd

Majiang

Montag, 09.07.2012

Hier in China spielen sie ja für ihr Leben gerne Majiang auf der Straße. Bei uns wird es ja fälschlicherweise als Mahjong bezeichnet und als komplett andere Computerspielversion "vergewaltigt" (so zumindest meine Meinung seit letztem Samstag).

Weil ich letzt zu Serena meinte, ich würde gerne wissen wie schwer es ist und wie man das spielt, hatte Serena für den Abend einen Majiang Raum reserviert. Ich hab mich wie ein Flitzebogen gefreut Lachend.

Nachdem Sie mir das Spiel erklärt hatte und ich ein paar Mal zugeschaut hatte, konnte ich viele Parallelen von meinem heiß geliebten Rommy erkennen. Man muss jedoch hier immer bei der Sache sein und aufpassen. Auch kann/muss man es ein bisschen strategischer als Rommy spielen.

Nach ein paar Mal spielen hab ich dann aber auch zwei Mal gewonnen Lachend.

Total genial fand ich aber den Majiang Tisch! Der war nämlich vollautomatisiert. Die Würfel wurden auf Knopfdruck gewürfelt. Nach dem Spiel wurden die Steine in ein Loch, welches sich auch auf Knopfdruck geöffnet hat geschoben, gemischt und es wurde ein neues Deck Steine nach oben gefahren.

Ich hab davon dann gleich mal Videos gemacht. Auch einen kompletten Spielverlauf von ca. 25 Minuten hab ich gleich mal mit gefilmt.

Noch vor Ort habe ich mich entschieden "ich muss das Spiel haben". Da es sehr schwer ist meinte Serenas Freund erst, dass es wohl nicht gut nach Deutschland zu transportieren ist. Ich habe jedoch letzte Woche bei Lufthansa ein weiteres Spezialgepäck reserviert um alle meine Sachen nach Hause zu bekommen und habe noch ein paar Kilos übrig. Folglich hab ich sofort nach dem Spiel auf meinem Smartphone geschaut. Lachend

In Deutschland hätte ich für ein vergleichbares Spiel 100 Euro zahlen müssen. Serena hat mir gestern genau so eins im Internet für 89 Yuan (11,13 Euro) bestellt. Zwinkernd

Jetzt muss ich daheim nur noch den Otts und meiner Familie die chinesischen Zahlen von 1-9 beibringen und los gehts.... (wenn ihr ganz lieb seid, schreib ich sie auch mit abwaschbarem Folienstift auf die Steine wenn wir spielen) Lachend

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